Forellen-Spaß im Westerwald mit Fishing Tackle Max, Tubertini und MSD

Schon einige Monate vor Ende der Stippsaison war eine auf den ersten Blick etwas verrückte Idee in den Reihen einiger Tubertini-Angler entstanden. „Am Ende der Saison machen wir mal alle ein fröhliches Forellen-Angeln!“ schilderte mir Lars Lindemann seine Vorstellungen zum Saisonausklang 2007.

Alle Freunde und Bekannte, aber auch gerne die Forellenangler waren zum Angeln bei der Fischzucht Obersteinebach geladen.

Und sie kamen zahlreich! Sei es zum Schauen (Stipper können ja eigen sein! ;- )) oder zum Fischen....

Es war Samstag-Morgen....

Ich bog auf den Parkplatz der Forellenzucht Obersteinebach ein und schon war die großzügige Angelanlage zu erkennen. Ein schön angelegter See mit sauberen und gepflegten Wegen und mit einer hübschen kleinen Angelgastronomie mit „Not-Utensilien-Shop“. Schon der erste Blick versprach ein illustres Wochenende.

Kaum hatte ich den Weg entlang an einem Gartenteich mit kapitalen Karpfen und Stören zur Gastronomie gefunden, kam mir Lars Lindemann mit einigen Team-Mitgliedern im Schlepptau schon entgegen. Lars hatte die Organisation übernommen und war gerade dabei alle kleinen Tombolapreise und Angel-Ehrengaben schön säuberlich zu verpacken. Unser Kaiser würde hier jetzt sagen: „Ja, ist denn schon Weihnachten?“

Ja, ist es! Zwar nur für die Angler, die sich zum Forellen-Angeln am Sonntag angemeldet hatten, aber für die konnte eine richtige Bescherung starten!

Sonntag war der große Tag!

Damit in dem See auch genügend Fische zum Angeln vorhanden waren, wurden extra noch mal 500 kg schönste Regenbogner kurz vor dem Angeln eingesetzt. Schon dabei leuchteten die Angleraugen im nebeligen Sonntag-Morgen.

Um 7 Uhr trafen sich alle dann zur gemeinsamen Begrüßung. Das Teilnehmerfeld war bunt durchmischt. Echte Forellen-Profis, wie Klaus Feind, neu beim MSD-Tubertini-Team, saßen Seite an Seite mit Stippern, wie Helmut Klug (aktueller Gewinner des Shimano-Cups 2007), Jörg Iversen oder meiner Wenigkeit.

Für eine einheitliche Grundausstattung spendierte Fishing Tackle Max jedem einen knallgelben Tubertini-Eimer gefüllt mit Ködern, Schlüsselanhängern, Informationen zu Forellenmontagen und Ausweismäppchen. Jeder hatte damit die Möglichkeit seine Fische unterzubringen und letzte Tipps zu erhaschen.

Ich hatte nach der Platzverlosung das „Glück“ direkt neben Klaus Feind zu sitzen. Zugegeben, ich hatte bei den Besprechungen im Vorfeld ein wenig geschummelt und nicht verraten, dass ich schon einige Male mit Forellenteig los war und mich dabei auch gar nicht so dumm anstellte.

Mein Fazit: „Wer stippen kann und sich für die Angeltechniken auf die Teichforellen öffnet, der kann auch hier etwas fangen!“


Um 9 Uhr begann dann das Angeln - allerdings ohne mich! Mir war es noch zu kühl, die Anglerhütte war so schön warm und außerdem war der Kakao dort so lecker... ;-)
Ich hatte ja noch 6 Stunden Zeit das Feld von hinten aufzurollen...

Als kleine psychologische Verstärkung (manche sagten als Caddy) hatte ich Andy Weyl von meinem fangplatz-Partner Shimano mitgebracht. Mit ihm war ich schon öfter in diesem Jahr los und so hatte sich schon ein Team gebildet, in dem jede Hand wusste, was die andere tat. Das war noch der Trumpf, den ich für Sonntag im Ärmel hatte.
Um ca. 10 Uhr betrat ich dann auch „schon“ die Bühne. Es war etwas wärmer geworden, die Fische waren in Beißlaune und ich zog zu meinem Platz B15. Ein Endplatz!
Das verpflichtet im Stippen. Ob es bei einem Forellenangeln auch so ist?

Mein Angeln begann!

Schnell waren die Speedmaster Forellenruten montiert. Spirolinos zwischen 6 und 12 Gramm Wurfgewicht waren ideal, wie mir der Rundgang vor meinem Start verriet. Wer dann noch die neuen Tubertini-Spiros in 12 Gramm drauf hatte und mit schwarz-weißer Paste hantierte, der war gut bestückt.
So, jetzt packte ich langsam aber sicher meine Geheimwaffe aus. Klaus Feind neben mir hatte schon 6 schöne Forellchen im Eimer und frohlockte „Wenn du so viel fängst, nehme ich deine Fische mit aus!“ waren seine begrüßenden Worte. Um dann noch mal nach zu legen „Also stell dich mal auf 1-2 Stück ein...“

Das war Motivation pur für eine Stipperseele!!!

Schnell war die Paste gedreht, die potenziellen Standplätze der Regenbogner ausgemacht und raus ging es mit der Montage. Mir fiel auf, dass einige recht kleine Forellen fingen, andere aber größere. Es schien, als ob die größeren Forellen sehr sehr vorsichtig zu Werke gingen und unter den kleinen „Flitzern“ standen. So etwas haben Stipper schnell raus!

Also wechselte ich schnell auf einen etwas flotter sinkenden Spirolino, den mir Jörg Iversen borgte (ein Stipper hat eben 8 Gr. Geschirre für Kopfruten in der Kiepe aber keine Spiro-Familie im Koffer), den ich an einer Speedmaster-Forellenrute mit einem Wurfgewicht von 4-10 Gramm präsentierte. Ich brauchte einfach die feine Spitze um die Bisse zu erkennen.

Meine Taktik ging voll auf! Schon nach dem zweiten Einzug bibberte es leicht in meiner Rute. Was macht jetzt ein Stipper? RICHTIG!!! Er schlägt an!!!!!!

Das ist aber genau der falsche Weg, um sich Forellen mit der Paste zu ergattern. Man muss nämlich sofort Schnur geben und warten, bis sie abzieht. Erst dann darf man anschlagen!

Der Kommentar meines Caddies Andi dazu: „Typisch Stipper!!!“

Ok, ok! Hier war ich noch nicht im Thema...

Beim zweiten Versuch (nach drei leeren Würfen) klappte es sofort und die erste Regenbogenforelle konnte gelandet werden. Ihr folgten dann ganz schnell 4 weitere „Bomber“. Das war zu dem Zeitpunkt etwas zu viel für meinen Nachbarn, der doch leicht nervöse Züge zeigte, was durch meine freundlich gemeinten Kommentare zu seiner Angeltechnik nicht gerade gemildert wurde. Ich war also voll in meinem Spiel angekommen und Klaus' Spiro landete erst mal hinter ihm im Baum. :-))

Nun war Forelle 7 im Eimer und ich konnte frohlocken. „Gut, dass ich heute keine Forellen fertig machen muss! Der Klaus macht das alles für mich. Ach ist die Welt schön...“

Die Freude hielt aber nur einige Minuten an. Klaus erkannte mit seinem geschulten Auge schnell, wo die Forellen standen und änderte auch seine Montage zu einem schwereren Spiro. Und schon lief seine Fangmaschine. Das war einfach zu schnell für mich!

Am Ende hatte er knapp 30 kg schönste Forellen im Sack, denen ich „nur“ 17 kg entgegenzusetzen hatte. Bei der Besichtigung der anderen Fänge zeigte sich schnell, dass Klaus und ich uns einen richtig schönen 2-Mann Angeltag bereitet hatten. Zusammen hatten wir fast 50 kg Forellen und waren mit Abstand die erfolgreichsten Angler im Feld. Dabei hatten wir beide noch richtig viel Spaß miteinander und mit unseren Zuschauern gehabt. Was möchte man an einem Forellensee eigentlich mehr?...

RICHTIG!

Einen Träger und einen, der die gefangen Fische zubereitet. Beides erledigte Klaus, wie versprochen vorbildlich! Mit einer Schubkarre holte er meinen Fang mit ab und weidete ihn auch fachmännisch aus.

Damit wirklich jeder der Teilnehmer mit ausreichend viel Forellen nach Hause ging, haben wir unsere Fänge brüderlich aufgeteilt. So war der ach so gesunde Fischtag in der Woche bei jedem Forellenangler gesichert.

Die Bescherung...

Am Nachmittag war dann noch die große Bescherung. Die erfolgreichsten Angler bekamen wertvolle Tubertini-Angelmaterialien, Berkley Produkte und DVDs aus dem Hause fangplatz. Besonders erwähnenswert: Klaus verzichtete auf seinen ersten Preis zu Gunsten der Tombola. Da ich mich bei meiner halben Forellen-Demonstration nicht so recht regelkonform verhalten hatte, habe ich mich von vorne herein schon aus der Wertung genommen.

Mein größter Preis war das Vergnügen mit vielen netten Leuten einen Tag verbracht zu haben, dabei schöne Fische gefangen zu haben und gleichzeitig anderen zeigen konnte, wie schön Angeln sein kann und wirklich nicht ein schlecht gelauntes Gesicht gesehen zu haben.

Fazit:

Das Angeln war eine super Idee! Viele Stipper sind dem Ruf von Lars und Tubertini gefolgt und es gab, trotz der eng abgesteckten Plätze, keinerlei Streitereien – sei es bei den Stippern oder den Forellenanglern. Die Art und Weise wie sich alle Teilnehmer miteinander über ihre Ehrengaben ehrlich freuten war für mich als Szene-Kenner der Stipperei besonders erfreulich!

Hier weiß man eine Ehrengabe noch wirklich zu schätzen, während es im Stipp-Zirkus bei manchen schon zur Normalität gehört. Hier wird oft ja eher über Preise gemosert. Doch das ist ein anderes Thema...

Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächsten Forellen-Angeln aus dem Hause Fishing Tackle Max im Jahr 2008. Denn Lars ist schon eifrig am Planen.

Wir dürfen gespannt sein...

Zu den Fangergebnissen des Forellen-Angelns (pdf)

Aufruf für 2008!

Fishing Tackle Max mit Tubertini, dem MSD Team und fangplatz.de rufen zur Forellen Challenge 2008 auf! Es soll an unterschiedlichen Forellenseen in Deutschland gemeinsam geangelt werden.
Wer als Forellenteich-Betreiber daran teilnehmen möchte, meldet sich bitte per E-Mail an: team@fangplatz.de oder info@ftmax.de.

Ein Dank an alle Unterstützer für eine neue Idee!

Eine neue Idee zu haben ist im Angeln immer das Eine. Sie dann umsetzen zu können, ist sicher etwas ganz anderes. fangplatz.de ist ja mittlerweile als "Brutstätte" neuer Aktivitäten bei den Angelmarken bekannt und somit treffen wir bei der Industrie selten mit unseren Ideen auf taube Ohren.

Trotzdem ein ganz herzlichen Dank und ein riesen Kompliment an alle die zum Gelingen des Angelns beigetragen haben:

  • Lars Lindemann und vielen des Tubertini-Team, die alles vorzüglich organisiert haben.
  • Forellenzucht Obersteinebach, die die Lokation zur Verfügung stellte
  • Fishing Tackle Max und Tubertini, die jede Menge Preise und logistische Unterstützung (Köder/Materialien) leistete.
  • Pure Fishing, die uns prächtig bei der Gestaltung der Tombola und der Ehrengaben unter die Arme griff.
  • MSD-Deutschland und fangplatz.de, die für die Promotion vor und nach dem Angeln sorgten.