Stippfischen. Fangerfolg für Jedermann.

Schon das Titelbild lässt erkennen. Das Buch kommt aus der Szene! Dort sehen wir nämlich den "Boiliemann" Christian Heymanns (Successful Baits) beim Matchrutenangeln. Blättert man flott durch die Lektüre, sind neben dem Autor Andreas Janitzki auch Peer Saddler, Altmeister Helmut Klug und Lars Lindemann (alle AC Duisburg) ausfindig zu machen. So etwas freut natürlich die fangplatz-Riege... ;-)

Der Inhalt:

Stippfischen ist ja thematisch eine ganz heikle Sache. Man weiß eigentlich nie so ganz genau, wo man für den Leser anfangen soll. Viele behaupten ja auch, dass die Stipper bei der Ausübung ihres Hobbys maßlos übertreiben und dass sie mit 30% ihres ans Wasser geschleppten Material-Bestandes auch erfolgreich sein würden. Letzteres lassen wir mal dahingestellt...

Andreas Janitzki konzentriert sich in diesem Buch darauf, die Anfänger einzuführen. So erklärt er genau, was es alles für Angeltechniken in diesem breiten Feld gibt. Dabei vergisst er auch nicht am Anfang das benötigte Gerät genau vorzustellen. Schön ist, dass das vorgestellte Gerät oft Disziplinübergreifend verwendet werden kann.

Nachdem die gerätetechnischen Grundlagen gelegt wurden, geht es dann an das nächste Lieblingskind der Stipper. Das Futter! Hier sind Stipp-Strategen auch dafür bekannt, dass sie in der Futterküche mehr hantieren als in der heimischen. :-)
Ist das alles behandelt worden, geht es zum Wasser. Zunächst wird natürlich die Paradedisziplin, das Angeln mit der Kopfrute, erläutert.
Danach geht es zum feinen Fischen auf der Distanz mit der Matchrute, um dann mit dem Futterkorb und Feederrute am Fließwasser fein auf Brasse, Barbe und Co. zu angeln. Natürlich wird in jedem Abschnitt das jeweilig benötigte Spezialgerät (Feederkörbe, Matchposen, Beschwerungsplättchen usw.) besprochen, so dass der Einsteiger absolut nie im Text im Dunklen tappt.

Sind alle diese Bereich abgehandelt, geht der Autor auch mit dem Stippruten auf Abwegen auf die Pirsch. So erklärt er, wie man mit feinem Gerät auf Forellen erfolgreich sein kann.

Ganz am Ende folgt das Kapitel "Irgendwas geht immer". Hier werden Köder-, Futter- und Angelvariationen angesprochen. genau das macht ja das feine Stippen immer so interessant und bietet ja auch so viel Lese- und Gesprächsstoff.

Fazit:

Das Buch Stippfischen, Fangerfolg für Jedermann ist ein wirklich gut gelungenes Werk für den interessierten Stipp-Einsteiger oder dem Einsteiger mit Basiskenntnissen. Eigentlich kann man noch einen Schritt weiter gehen. Dieses Bich sollte jeder Angelanfänger lesen, beinhaltet es doch sehr viel Wissensschätze, die einem erklären, wie man an unseren heimischen Gewässern erfolgreich sein kann. Das Buch sensibilisiert auf genau auf die richtigen Details des Angelns. Es kommt nicht von ungefähr, dass die meistens Angler zum Beginn ihrer Angellaufbahn erst gestippt haben. Diese Angeltechnik ist für den Anfang ideal. Man setzt sich mit den Fischen direkter auseinander, hat schneller Fangerfolge und lernt dabei extrem gut und schnell Bewegungsabläufe zum Beispiel im Drill, die man dann später beim ersten Karpfendrill schon perfekt verinnerlicht hat.

Die Bilder und die Texte stellen das Angeln tatsächlich so da, wie es ist. Wer in dem Buch die ausgebufften Montagen und Techniken der Supercracks erwartet, sollte dann lieber doch auf den nächsten Matchangler oder auf den nächsten fangplatz-Artikel warten.

Das Buch Stippfischen, Fangerfolg für Jedermann ist im Kosmos-Verlag für 14,95 EUR erschienen.