Serviert den Stören geräucherten Lachs!

Das Störangeln wird in unseren Angelparks immer beliebter. Das Fleisch dieser Fischart ist sehr schmackhaft und die Fische sind gut zu beangeln. Gerade im Sommer werden sie gerne in unseren Angelseen mit besetzt, da sie sehr temperaturunempfindlich sind, während die Forellen dann bekanntlich eine Beißpause einlegen.

Michael Schumm hat mit Jörg Iversen das Angelparadies Zwillbrock an der niederländischen Grenze besucht. Sie haben dort gemeinsam mit Räuchelachs auf Störe geangelt. Wie das funktioniert lest ihr hier.

Immer der Kante lang

Störe sind richtig kleine Unruheherde. Sie können nie still stehen und sind laufend in Bewegung. Daher schwimmen sie in Seen regelrecht im Kreis umher und sind laufend auf Nahrungssuche. Diese Schwimmpfade gilt es zu finden!

Ein guter Anhaltspunkt bei der Suche sind Kantenverläufe am Grund. Genau an denen orientieren sich auch die Störe auf ihren "Fressrundgängen". Wer solche Kanten beim Ausloten der Gewässertiefe findet, ist eigentlich schon ganz dicht am Stör.
Dabei müsst ihr eure Suche gar nicht so weit draußen beginnen. Oft schwimmen die "Spitznasen" nämlich ganz dicht vor euren Füßen her. Unser Angelplatz lag zum Beispiel nur 5-12 m von der Stegkante entfernt.

Apropos Steg: Wer im Angelparadies Zwillbrock länger fischen möchte, kann Steghäuschen mit Strom, Bett und mit direktem Wasser-Zugang mieten. Das ist Angeln wie in Skandinavien... 

Die Montage

Störe gehören zu der gröberen Sorte von Fischen. Trotzdem sollte der Bissanzeiger möglichst sensibel ausfallen. Wir fischen gerne mit Matchposen (Laufposen). Die Tiefe wird genau eingestellt, wobei wir den Stopperknoten der Pose immer ca. 15 cm tiefer stellen. Nach dem Auswerfen wird die Schnur dann solange stramm gezogen, bis sich die Pose aufrichtet.

Eine Baitrunner-Rolle mit einschaltbaren Schnurfreilauf ist ideal für diese Angeltechnik. Wer die nicht zur Hand hat, kann die Schnur auch mit einem am Rutengriff umwickelten Gummiband fixieren. Der beißende Stör zieht die Schnur aus dem Gummiband und kann dann frei Schnur nehmen, wenn ihr den Rollenbügel auch geöffnet habt. Den Anhieb könnt ihr dann ziemlich zügig nach dem Biss setzen. (Bitte vorher nicht vergessen den Rollenbügel bzw. den Schnurfreilauf zu schließen!) Allerdings müsst ihr nicht den Rollenbügel öffnen. Sitzt ihr direkt an der Rute, dann könnt ihr mit geschlossenem Bügel fischen.

Der Köder: Räucherlachs

Zugegeben, Räucherlachs gehört nicht zu den festesten und bekanntesten Ködern im Angeln. Die Störe in den Angelseen mögen ihn aber trotzdem besonders gerne. Und es scheint so, dass sie gerade den Räucherlachs aus der Einkaufskette Aldi bevorzugen. Egal, wo man etwas vom Angeln mit Räucherlachs hört: Aldi-Lachs wird überall lobend erwähnt. Wer ihn richtig am Haken anbringt (s. Bilder-Serie), kann mit ihm auch problemlos 20 m weit werfen. Das reicht meist schon aus, um mit der (Leucht-)Pose auf Störe anzusitzen. Gerade bei Nacht, den frühen Morgen- und den späten Abend-Stunden kommen die Fische gerne bis an die Rand-Kante heran.

Fazit

Ein Besuch an vielen Forellenseen lohnt sich auch in den Sommermonaten wenn dort Störe mit besetzt wurden.
Es lohnt sich wirklich mal den Räucherlachs im Sommer auszuprobieren. Wir konnten in einer Nacht jeweils vier Störe mit Räucherlachs überlisten.
Wer den Räucherlachs während des Angelns gut kühlt, hat am Morgen sogar noch ein richtig leckeres Lachsbrötchen zum Frühstück zur Hand.

Lachs und Stör. Das passt!

Michael Schumm u. Jörg Iversen

Unsere Tackle-Box