Ein Angeltag von Blinker und Shimano.

Wenn Angelpräsentationen in schönster naturnaher Umgebung angeboten werden....
Wenn Störe, Karpfen oder Forellen neben Brassen und Rotaugen an der Kopfrute gefangen werden... Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass dort die fangplatz-Partner Shimano und die Zeitschrift Blinker ihre Finger mit im Spiel haben. So auch dieses Mal beim Fischerfest an der Barweiler Mühle im Schatten der Nürburg. Wer nicht dort war, hat viel verpasst!
Aber es ist nicht zu spät! Denn es gibt ja diesen fangplatz-Artikel...

Den Angelsport einmal von seiner schönsten Seite präsentieren mit allen Höhepunkten und Extremen, das hatten sich die fangplatz-Partner Shimano und die Zeitschrift Blinker für das erste Mai-Wochenende vorgenommen. Damit die Location perfekt zum Vorhaben passte, hatte man mit der Barweiler Mühle eine idyllisch in der hügeligen Eifel-Landschaft gelegenen Angelanlage ausgewählt. Das nahezu perfekte Mai-Wetter rundete die gesamte Veranstaltung außerdem ab.

 

Oft drehen sich Fischerfeste vorwiegend um die Beute der Angler und Berufsfischer. Bei der Barweiler Mühle war das aber ganz anders, denn hier drehte sich alles um die Angeltechniken zu den unterschiedlichsten Fischarten. Shimano hatte zu diesem Zweck seine kompletten Spezial-Angler aufgeboten. Sei es für das Friedfischangeln mit der unberingten Kopfrute, das Angeln mit der Matchrute, der Forellenrute mit Teig, der Karpfenrute mit Boilies oder mit den unterschiedlichsten Kunstködern von der Fliege bis zum Wobbler. Ja sogar die Meeresangler waren aus dem hohen Norden angereist. Kurz: Es wurde einfach alles vorgeführt, erklärt und fast nebenbei sogar auch sehr gut gefangen. So erwischten die Experten den einen oder anderen Stör, einen Waller, einige schöne Forellen und andere Flossenträger. Besser konnte man live nicht miterleben, weshalb über 3 Millionen Deutsche regelmäßig mit der Angelrute ans Wasser ziehen. Und wer dabei richtig auf den Fisch gekommen war, für den standen neben den bekannten Bratwürstchen leckere geräucherte Forellen und Brötchen belegt mit weiteren Fisch-Leckereien bereit.

Friedfischexperte für alle Situationen
Bei dieser Demonstration beeindruckte besonders Shimano-Mann Claus Müller mit seiner langen Aspire Kopfrute. Zu Beginn des Tages wurde er von vielen angereisten Forellensee-Experten etwas belächelt als er sich mit seinem "langen Stöckchen" an den Teich setzte. "Weißt du, was hier für Brummer drin rum schwimmen?" fragte ihn einer der einheimischen Besucher. An die einleitenden Worte ließ er gleich eine Geschichte folgen, die Claus in den blumigsten Worten erklären sollte, wie groß sein letzter Riesenfisch gewesen sein müsste, der ihm hier abgerissen ist. "Das alles mit 0,30er Schnur und mit Rolle!" ergänzte er seine Erklärungen, um seiner Meinung noch mal Nachdruck zu verleihen, dass Claus hier mit dem falschen Gerät angeln würde.

Claus blieb bei den ganzen Erklärungen aber betont locker und erwiderte nur. "Warte nur ab, was diese Rute alles aushält. Ich habe ihre Grenzen bisher noch nicht kennen gelernt. So wird es auch heute sein.". Etwas misstrauisch verfolgten die "Forellenspezis" das weitere Treiben von Claus. Angeln ohne Schnurreserve (Kopfruten haben keine Rollen) und dann auch noch mit so dünnen Durchmessern. Ob das etwas werden würde?...
Die erste halbe Stunde stellte sich kein Biss ein und schon kamen die ersten gut gemeinten Ratschläge. "Der Köder muss sich hier immer bewegen!" wusste einer einen gut gemeinten Rat. Claus aber stellte statt dessen detailliert vor, wie man mit den langen Stangen auch zielgenau anfüttern kann. Hierzu wird ein kleiner Topf, eine sog. Polecup an der Rutenspitze befestigt. Hinein kommen unterschiedliche Köder. Das alles wird dann an der gewünschten Angelstelle, hier jetzt auf 13 m Distanz, entleert. Nach ca. 40 Minuten ging der schmale Schwimmer mit einer Tragkraft von max. 1 Gramm das erste Mal unter. Claus konnte eine schöne Brasse landen. Jetzt fühlten sich einige Forellenspezis bestätigt. "Siehst du, damit fängt man keine Forellen."
Als sie noch gemeinsam fachsimpelten, weshalb das Angeln mit der langen Kopfstange hier doch eher nicht so optimal ist, bog sich die Aspire von Claus das erste Mal des Tages richtig rund. "Boh, schau mal, was das Ding sich biegen kann. Das ist ja der Wahnsinn!!" entglitt einem Zuschauer fast die Fassung aus dem Gesicht. Am anderen Ende sprang gerade eine ca. 1,5 kg schwere Regenbogenforelle aus dem Wasser. Und im selben Moment kam ein weiterer Aha-Effekt. Denn aus Claus' Rutenspitze erschien eine zusätzliche rot gefärbte Schnur. Das ist ein spezieller Gummi, der den Stippanglern als "Schnurersatz" dient. Zieht der Fisch richtig kräftig, dann dehnt er sich und so kann man problemlos auch größere Flossenexemplare ohne Rolle landen, sei es Brassen, Barben (s. auch den fangplatz-Barbentanz), Karpfen oder eben auch Forellen. Das hat unter den Betrachtern für Eindruck gesorgt. "Keine schlechte Idee, dieses Gummi!" stellte einer fest, um hinterher zu schicken: "Bei den Stören, die hier drin sind, hat man mit so etwas aber keine Chance." Und wieder folgte eine Erlebnisgeschichte: "Ich hatte hier mal einen dran, der zog bis dahinten hin." Dabei zeigte er schemenhaft auf einen Bereich des Teiches am anderen Ufer, wo jetzt die Karpfenangler ihre Boilies badeten. "So weit kann sich der Gummi sicher nicht dehnen."

 

Eine Stunde später präsentierte Claus ungewollt die Antwort. Seine Pose verschwand schlagartig während er fütterte und mit dem Anschlag schoss ein Mordsfisch aus dem Wasser. Ich sah Claus richtig an, dass jetzt auch er ein wenig überrascht war. Denn er hatte seinen ersten Stör an der Kopfstange. Der Tanz begann. Der ca. 1 m lange Bursche zog gleich erst einmal das Gummi bis zum Anschlag aus der Rute. Nach kurzer Zeit hatte Claus aber schon die Fassung zurück gewonnen und erklärte der großen Zuschauertraube um ihn herum genau, was in der Rute jetzt passierte. "In den ersten drei Teilen ist ein 10er Gummi befestigt. Da kann der Stör spielend einige Meter nehmen.". Genau das tat er auch ohne groß nachzufragen. Wie eine Wand zog der urtümlich aussehende Fisch durch den Teich und Claus musste das Tier schon wirklich behutsam in seine Schranken weisen. Jetzt sieht man erst, wie interessant und erfolgreich das Kopfrutenangeln sein kann. Nicht umsonst ist es bei unseren westlichen Nachbarn, den Niederländern einer der begehrtesten Angeltechnik. Hat man mit der Kopfrute den Fisch gehakt, muss man ihn an der langen leichten Stange behutsam führen. Ein einfaches "Hinauspumpen" wie mit einer Rollenrute und kräftiger Hauptschnur ist hiermit nicht angesagt. Bei diesem Spiel muss man die Schwimmrichtung der Fische voraus ahnen und sie dazu bewegen, dort hin zu schwimmen, wo man es selbst gerne hin möchte. Lassen beim gehakten Fisch die Kräfte nach, dann werden die Rutenteile vorsichtig abgesteckt, denn man angelt immer mit weniger Schnur als die Rute lang ist. Hierbei ist dann ein sog. "Abroller" behilflich. Nach ca. 15 Minuten hatte Claus den Stör soweit, dass er ihn in seinem BeastMaster-Unterfangkescher einnetzen konnte. Behutsam führte er den Kämpfer in seinen etwas zu klein wirkendes Netz. Aber die Größe reichte so gerade. Ein brandender Applaus durchbricht die natürliche Ruhe des Tales. Mittlerweile haben sich sicher 60 interessierte Angler um seinen Platz gescharrt, um diesen packenden Zweikampf hautnah mit zu erleben.
Also, wir können festhalten: Auch die dicken Zuchtstöre kann man problemlos mit einer 13 m Aspire Rute und ohne Rolle landen. "Diese Rute ist der absolute Wahnsinn! Ich habe ja schon viele Kopfruten gefischt, aber eine solche Symbiose von feiner Sensibilität und diesem verdammt kräftigen Rückgrat für den Ernstfall habe ich noch nie erlebt." schildert Claus seine bisherigen Erfahrungen mit diesem Shimano-Modell. Sicher, die guten Stücke haben ihren Preis, aber es gibt auch preiswerte Modelle, die auf der selben Technologie beruhen (Biofiber). Hier ist zum Beispiel die SpeedMaster Competition zu nennen, die alle Eigenschaften der Aspire mit bringt, nur eben etwas schwerer in der Hand liegt (zum fangplatz-Vergleichstest).

Mit dieser Demonstration der Kraft war das Angeln für Claus und die Zuschauer aber noch nicht beendet. Gegen Mittag, einige Forellen und Rotaugen später, hatte Claus einen ca. 90 cm langen Graskarpfen am Haken. Auch er machte ein Mordsspektakel. Und auch ihn konnte Claus mit der Kopfrute behutsam in seine Schranken weisen.
Wer an der Barweiler Mühle war, konnte selbst mit erleben, dass die Stipper nicht nur ihre Rotaugen genau kennen, sondern auch bei der Angelei auf Forelle und Co. ein sehr gutes Bild abgeben. Claus hatte bei dieser Veranstaltung ganz sicher die meisten Fische gefangen und dabei sein breites Angelwissen an die interessierten Zuschauer weiter gegeben.
Nicht umsonst kommen viele neue Entwicklungen in der Angelwelt aus den Köpfen der Stipp-Angler.

Der Forellen-Zauberer.
Am mittleren Teich saß Andy Weyel mit seinen Shimano Forellenprogramm. Andy ist sicher einer der ausgebufftesten Teich-Forellenangler in Deutschland und ihr werdet ihn in Zukunft auch auf fangplatz.de genauer kennen lernen. ;-)
Er hatte sich für dieses Wochenende einen schönen Platz an einem künstlichen Flusseinlauf ausgesucht. Hier fischte er mit Forellenteig und den feinen Shimano-Ruten auf richtige Brocken von Forellen. Nicht ohne Erfolg, konnte er doch zwei wirkliche Monster landen. Die Kunst des Angelns mit Forellenteig liegt in der Form des Köders. Die muss man per Hand genau zurecht kneten. Passt alles, bewegt sich der Köder im Wasser verlockend und der Erfolg ist fast vorprogrammiert, erklärte mir Andy. Bei ihm hat es geklappt. Ich muss da noch etwas üben....

Raubfischexperten mit Vortragsqualitäten.
An den weiteren Stationen standen Oliver Portrat und Jörg Strehlow . Letzterer ist Blinker Redakteur und Erfinder der Faulenzer-Methode. Sie gab er bei seinen Vorträgen zum Besten und erklärte das Führen des Köders direkt am Wasser. Wer wollte, konnte es gleich selbst mal ausprobieren. Leider reagierten die Fische an dem Tag nicht so auf die Faulenzer-Methode. An der Elbe klappt sie aber vorzüglich! ;)
Wer mehr über Jörg lesen möchte, schaut einfach mal auf seiner Internetseite www.der-angler.de vorbei.

Fliegen an der Rute.
Am letzten Teich war genug Platz für die ersten Gehversuche mit der Fliegenrute. Hier konnten sich die interessierten Besucher getrost an die ersten Schwünge mit den feinen Shimano-Ruten vagen. Dabei vielen auch den erfahreneren Fliegenfischern die enorm gute Qualität der Bio-Craft Serie auf. Dieses Shimano Rutenprogramm ist sehr durchdacht und seit ca. einem Jahr am Markt. "Gerade erst bei einer Demonstration am Chiemsee sorgten die Rollen und Ruten für ein durchweg positives Echo", erzählte mir Shimano's Marketingleiterin Petra Krichel von den letzten Erfolgen dieses Programms. Auch hier hat Shimano mittlerweile einen echten Stein im Angelsortiment-Brett - will sagen, ein tolles Programm am Markt! fangplatz.de hatte ja auch schon die Ehre, mit den Bio-Craft-Equipment zu fischen. Meine Erfahrungen könnt ihr in diesem fangplatz-Artikel nachlesen.

 

Noch viel mehr Demonstrationen:
Wer jetzt glaubt, dass das schon alles von der ganzen Schau war, der täuscht sich gewaltig. Nur konnte ich mich nicht vierteilen. Außerdem ist es ja auch so, dass überall wo ich auftauche, werden natürlich auch ein paar kleinere und größere Fachgespräche mit fangplatz-Lesern fällig. Dafür nehme ich mir immer die Zeit, wenn möglich. Daher konnte ich nicht alle Stationen ausführlich betrachten. ;-)
Hier aber ein kurzer Überblick:
Eine Ecke der Teichanlage stand ganz im Zeichen des Karpfenangelns. Shimano hat 3 Junior-Teams gegründet. Eines davon zeigte die Zelt-Idylle mit Karpfen-Kitzel. Sie hatten dieses Wochenende aber einen schweren Stand. Es war warm, die Sonne stand hoch und die kleinen Süßwasser-Schweinchen genossen ihr Dasein beim Sonnenbad.
In einem Graben, in dem es vor Raubfischen nur so wimmelt, zeigte Raubfischexperte Jürgen Haese die Angelei mit Kunstköder auf Freund Esox. Hier ging er besonders auf die Handhabung und Vorteile der kleinen Baitcast-Rollen ein.
Auf dem Stand von Robert Langford drehte sich hingegen alles rund um das Norwegen-Angeln. Fragen, mit welchem Gerät und mit welchen Montagen man dort am besten in den Urlaub fährt, fanden in ihm einen idealen Abnehmer.
Für die Freunde des Brandungsangelns war das Shimano Meeresteam angereist. Etwas verdutzt schauten die "Dunkeldeutschen" auf dieses merkwürdige Angelgerät. Alles ist sehr lang. Die Ruten, die Rutenauflagen, die Angelvorfächer, ja sogar die Haken. Aber man konnte diese Angeltechnik selbst hier mal genau in Augenschein nehmen, wenn das nächste Meer auch 500 km entfernt ist.
Dass das feine Stippangeln nicht nur aus dem Angeln mit einer langen Kopfrute besteht, demonstrierte Sascha Leder an seinem Matchangel-Stand. Hier konnten die merkwürdig langen Waggler und die etwas kniffligen Angeltechniken bestaunt werden. Ähnlich, wie Claus Müller, gehörte Sascha ebenfalls zu den erfolgreichsten Fängern des Tages. Stipper haben es halt drauf! ;-)

Starkes Rand-Programm.
Natürlich konnte man sich von den vielen Herumwandern auch vorzüglich in der örtlichen Gastronomie ausruhen. Neben den schon erwähnten "Handgerichten" gab es auch Kaffee und Kuchen, kalte Getränke und viele nette Gespräche um Fische, Seen und Natur.
Wer die Gelegenheit nutzen wollte, um auch eine der tollen Shimano-Angelgeräte mit nach Hause zu nehmen, für den stand ein sehr schön sortierter Angelgeräteladen mit guten Angeboten bereit.
Die Aktion: "Kauf die Rute und du hast die Chance auf einen einmaligen Stör-Drill!" lockte viele Interessierte an. Einer konnte seinen Traum verwirklichen (s. Bildserie) und fangplatz war live dabei!

Klickt auf die Bilder für eine Großansicht (PopUps müssen erlaubt sein!)


Fazit:

Wer einmal das Angeln in seiner ganzen einmalig schönen Bandbreite kennen lernen wollte oder sich einfach nur von den Shimano-Experten hautnahe Tipps und Kniffe erklären lassen wollte, für den war das Wochenende der perfekte Termin.
Über 1000 Angler haben es genutzt und sind sicher um viele neue Informationen reicher nach Hause gefahren.
Shimano und der Blinker haben mit dieser Aktion gezeigt, dass sie näher an den Anglern dran sind als manch eine andere Angelfirma. Gerade bei Shimano spürt man an jeder Ecke, dass etwas heran wächst, das einen ganz eigenen Flair versprüht als alles andere Bekannte. Überall ist diese eigene Handschrift erkennbar, die es angenehm machen, sich unter dem Deckmantel der Marke wohl zu fühlen. Ein lebhaftes Beispiel ist die schnelle Integration des Stippers Claus Müller, der sich hier nach nur 6 Monaten wie zu Hause fühlt und sich immer mehr zum Tausendsassa im Angelsport zu erkennen gibt. Er kann definitiv viel mehr mit der Rute als "nur" Stippen.

Wenn man das Angeln zum Anfassen anbieten kann, dann waren Shimano und der Blinker am 6.5.2007 an der Barweiler Mühle ganz nah dran!

fangplatz.de dankt Fank Kornblum von Andrees Angelreisen für das Auffüllen unseres Bildmaterials.