Ein Lachstraum in Kanada

Kanada ist in unseren Gedanken untrennbar mit riesigen Lachsvorkommen verbunden. Hier warten dann Hunds-, Rot-, Buckel- und Silber-Lachse sowie Kings auf unsere Köder.Viele Angler sind der Meinung, dass man diese Fische nur mit der Fliegenrute fangen kann. Doch weit gefehlt!

Andy Weyel zeigt, dass man auch in Kanada auf eine recht klassische »europäische« Art tolle Lachse an den Haken bekommt. Man kann sie vom Land auch mit einer Posenmontage fangen. Andy nutzt mit dieser Angeltechnik die Gelegenheit zum Lachsangeln, um für das Störfischen (s. Heft-Ausgabe Nr. 04-2009) die passenden Köder zu bekommen. Denn Störe mögen den Lachsrogen für ihr Leben gern.
»Wir fahren zum Lachsangeln die Flußbereiche, in denen Stromschnellen vorkommen – an denen das Wasser also flach wird. Vor diesen  sammeln sich die Lachse zum Laichen im etwas tieferem Wasser. Sehr interessante Stellen sind außerdem Außenkurven oder Mündungen von kleinen Nebenflüssen. Auch hier sammeln sich die Lachse, um zum Laichen weiter aufzusteigen.« erklärt Andy, während wir die Kanada-Bilder sichten.

Die Angelmontage sieht dabei alles andere als kompliziert aus. Man braucht lediglich eine Rute von 3 – 3,30 m Länge mit einem Wurfgewicht von ca. 150 gr. Ideal ist eine 5000er Rolle, da gerade die »Kings« binnen kürzester Zeit enorme Mengen an Schnur von der Rolle ziehen können. »Das ist mit unseren mitteleuropäischen Verhältnissen nicht vergleichbar!« warnt Andy vor zu großer Unterschätzung der dortigen Verhältnisse. Die genaue Montage seht ihr auf der Abbildung.

Beim Angeln muss die richtige Tiefe gefunden werden. Die Fliege darf nämlich beim Durchtrieb nicht auf dem Grund schlüren, sondern muss genau in der Tiefe präsentiert werden, in der sich die Lachse gerade aufhalten. Denn eigentlich fressen sie bei ihren Laichzügen nicht mehr. Die Fliege löst bei ihnen aber den früher so lebensnotwendigen Beißreflex aus. Genau das nutzen die Angler jetzt aus.

Hat ein strammer Bursche erst mal angebissen, geht der Tanz richtig los. Nur der Angler, der schon mal einen Lachs an der Rute hatte, weiß, was jetzt ab geht. Diese Salmoniden strotzen nur so vor Kraft, was sie den Angler im Drill eindrucksvoll spüren lassen.

Hat ein strammer Bursche erst mal angebissen, geht der Tanz richtig los. Nur der Angler, der schon mal einen Lachs an der Rute hatte, weiß, was jetzt ab geht. Diese Salmoniden strotzen nur so vor Kraft, was sie den Angler im Drill eindrucksvoll spüren lassen.

Gehört man zu den glücklichen Anglern, die einen King an den Haken bekommen, erlebt man einen Drill, den man in seinem Leben nicht mehr vergisst. Hier steht dem Angler meist sofort der Angel-Guide zur Seite, der mit Rat, Tat und meinst auch mit dem Motorboot zur Seite steht. Denn Kings können nicht so einfach aufgehalten werden. Ihnen kann man nur hinterher fahren und hoffen, dass es gut geht. So manch ein europäischer Angler sah schon ängstlich auf seine Rolle, als ein King sie in Minuten komplett lehrte und sich dann mit Schnur verabschiedete.

Ihr seht: Lachsangeln ist ein absolutes Abenteuer in Kanada. Ich selbst durfte es während meiner Zeit in Vancouver selbst erleben. Glaubt mir, als ich dann doch wieder nach Europa zurück kam, war das Angeln in unseren heimischen Gewässern zunächst für Monate uninteressant. Von da an träume ich von meinen erlebten Angeltripps im schönsten Angelland der Welt…

Ihr könnt ebenfalls mit Andy zum Lachsangeln nach Kanada fahren! 
Im Oktober brechen wieder zwei deutsche Reisegruppen nach British Columbia in die Nähe von Vancouver zum Angeln auf. Dann werden auch die Störe wieder gejagt werden. Wer dort mit dabei ist, wird sein Leben lang davon seinen Angelkollegen erzählen.

Mehr Infos im Internet: www.andrees-angelreisen.de