Benefizangeln 2005: Hier kam das Geld an!

Wir hatten ja zum Jahresbeginn zum Benefizangeln zu Gunsten der Flutwellenopfer in Asien aufgerufen. Der Zuspruch war sowohl bei den Angelfirmen als auch bei den Anglern sehr hoch. Am Ende konnten, nach Abzug aller Kosten, 1.300 EUR nach Asien überwiesen werden. Was mit dem Geld geschah und wer es bekommt, schreibt euch Randolf Grebenstein von der Firma Grebenstein in diesem Bericht.

Uns alle haben die Bilder der Flutkatastrophe vom 26. Dezember 2004 schockiert, sprachlos oder auch wütend gemacht. Wieder einmal hat die Natur gezeigt das sie der Stärkere ist, getroffen hat es wie so oft die Ärmsten der Armen.
Sofort folgte die wohl größte Spendenbereitschaft aller Zeiten, ob Privatperson, Firma oder Staat; alle gaben was möglich war. Im meinem Freundeskreis überlegten auch wir wo und wie man möglichst direkt und effizient helfen könne. Wir alle waren schon oft in Thailand, lieben das Land, die Küche und die absolute Herzlichkeit der Thailänder. Somit war das Ziel unserer Spenden klar: Thailand. Wie viele andere auch hatten wir jedoch Bedenken wie viel dort wirklich ankommt und ob es sinnvoll verwandt wird. Denn leider gibt es auch bei den Hilfsorganisationen "Schwarze Schafe" und teils riesige Verwaltungsapparate.
Da einige aus dem Freundeskreis im Januar ihren Urlaub in Thailand planten, bekamen diese die Aufgabe in Thailand direkt vor Ort zu schauen wo sofort Hilfe nötig ist und diese dann auch aus unseren Spenden zu geben. Vorrangig sollten Waisenhäuser berücksichtigt werden.
In Thailand angekommen machte man sich zusammen mit einem befreundeten Thailänder in die betroffenen Gebiete auf. Es ist erstaunlich wie schnell die Bevölkerung wieder zum normalen Leben zurückgekehrt ist und die gröbsten Schäden zwischenzeitlich behoben hat.
Beim Besuch verschiedener Kinderheime wurde schnell klar: Den Waisenkindern in dieser Region fehlte es in den meist von Mönchen geführten Häusern nicht an Nahrung, Kleidung oder sonstigem Lebensnotwendigkeiten. Wenige Waisenkinder hatten hier ihre Eltern bei der Katastrophe verloren. Die meisten hiervon wurden von Verwandten aufgenommen und sind dort bestens versorgt. Die Mönche berichteten aber von den Folgen der Katastrophe für die Kinder: Viele haben durch das Erlebte Verhaltensstörungen und insbesondere Konzentrationsschwächen. Dies würde sich besonders in der Schule zeigen.
Daraufhin besuchte man eine Schule auf der Insel Koh Samui, in der auch Kinder von Flutopfern, die jetzt bei Verwandten leben betreut werden. Die Schule Namens "Watsamuththraram" ist eine Armenschule, das Gebäude spärlich, das Freizeitangebot nicht existent und die sanitären Anlagen menschenunwürdig.


Diese Schule erhält von nun an direkte Hilfe für folgende Projekte: Turn- und Sportgeräte für die Pausen und den Sportunterricht. Neue Sanitäre Anlagen und Waschgelegenheiten. Englischunterricht in allen Altersstufen. Die aus Deutschland eingehenden Zahlungen erfolgen auf ein Konto der Schule, über das der Schuldirektor nur zusammen mit den Schulsprechern verfügen kann. Darüber hinaus überwacht ein befreundeter Thailänder die ausgeführten Leistungen und erstattet laufend Bericht über den Fortgang der einzelenen Projekte. Auch hier helfen uns die neuen Medien, wie das Internet, erheblich. Damit ist auf jeden Fall gewährleistet das die Spenden zu 100% ankommen und sinnvoll verwandt werden. Die fröhlichen Gesichter der Kinder auf den beigefügten Fotos sind ihr Dankeschön an alle die ihnen helfen! Sie entstanden, als die ersten Hilfsgüter verteilt wurden. Aber es gibt noch einiges zu tun und dazu brauchen wir weiter eine kontinuierliche Unterstützung.


Randolf Grebenstein