Angeln wie die internationale Elite

Einmal sehen, wie die internationale Angelelite angelt und gleichzeitig viele wertvolle Tricks und Tipps für seinen eigenen Erfahrungsschatz sammeln, dass kann man bei der Angelschule Michael Schlögl. In Tageslehrgängen bringt der international sehr erfahrene Lehrmeister den Kursteilnehmern das moderne Friedfischen näher - und das mit vielen internationalen Angeltricks.
fangplatz.de hat bei Michael einen Kurs über das Stippfischen besucht und erzählt euch, was ihr alles dort erleben und lernen könnt.

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Die Angelschule Schlögl unterscheidet sich von vielen anderen Schulen. Denn sie kommt direkt zu ihren Schülern. "Es ist immer besser, den Kursteilnehmern das Wissen an ihren bevorzugten Gewässern zu vermitteln, als an irgend einem anderem Fluss oder See." erklärt mir Michael. "Denn jedes Gewässer ist anders und Montagen oder Futtermischungen, die z.B. in der Saar gut sind, fangen hier in der Aue keinen Fisch."
Das bedeutet für Michael Schlögl natürlich immer wieder auf's Neue eine Herausforderung. "Aber wenn man etwas kann, dann hat man damit keine Probleme und die Kursteilnehmer nehmen so sicher mehr vom Tag mit."
Damit wissen wir auch schon wo wir sind: An der Großen Aue. Genauer: An der Großen Aue bei Sulingen in Niedersachsen. Die "Nordlichter" kennen das Flüsschen vom Aue-Cup, der sicher zu einem der beliebtesten Veranstaltungen im Stipper-Norden gehört.
Veranstalter der Angel-Lehrstunden war der ASV Sulingen e.V., der übrigens auch den Aue-Cup organisiert (siehe fangplatz-Berichte zu 2005 und 2004). Und wer schon mal dort zu Gast war, der kann sich sicher vorstellen, dass auch der Kurstag mit Michael von den Sulingern wieder vorzüglich organisiert war: Morgens Frühstück mit Kaffee, Mittags wurde gegrillt und abends ging es zum Abendessen. Die sind wirklich so nett und gemütlich, wie sie überall in Deutschland wirken! Und angeln können sie ja sowieso... Warum machen sie dann diese Schule?

Michael Schlögl bringt die Antwort schon bei seinen einführenden Worten zum Unterricht: "Angler lernen nie aus und es gibt immer etwas Neues, was man aufschnappen kann, das gilt für den Weltmeister genauso wie für den Freizeitangler!"
Lernen kann man bei Michael Schlögl sicher reichlich! Es werden Fragen behandelt, die so kein deutsches Angelmagazin beantwortet. Oder wisst ihr, warum man besser mit Carbonkielen an der Pose fährt, weshalb Fieberglasstäbe besser sind, Schnurstärken eher eine untergeordnete Rolle spielen, wann ihr Haken mit kurzem Schenkel einsetzt oder wann doch lieber der lange Schenkel vorzuziehen ist? Das alles erklärt euch Michael bis ins Detail. Mit dabei hat er immer seine komplette Angelausrüstung, wo er dann das theoretisch Beschriebene gleich auch praktisch zeigen kann. Er angelt wirklich so, wie er es erklärt! Das er damit erfolgreich war und ist, zeigen seine internationalen und nationalen Titel. Michael ist der erfolgreichste deutsche Friedfischangler der Gegenwart.
Seine theoretischen Erklärungen sind immer gespickt mit vielen Erfahrungsberichten aus nationalen oder internationalen Angelveranstaltungen. Hier sind die Hauptdarsteller Bob Nudd (4-facher Weltmeister), Allan Scotthorne (4-facher Weltmeister) oder Thomas Walter (Weltmeister 2004). Zu all denen pflegt Michael übrigens intensivsten Kontakt. Alle haben sie eins gemeinsam: Sie leben für den Angelsport und sind dabei zudem die Besten.

Aber nicht nur die Gerätekunde wird genaustens betrachtet. Auch das Thema Futtermischungen und Futtertaktik ist ein wichtiger und ausführlicher Punkt. Michael erklärt nicht nur, sondern mischt alles gleich mit an. So kann es jeder im Wordsinn begreifen, was Michael Schlögl erklärt. Was sind Madenkuchen, wie verwendet man Lehm oder was ist bei Zuckmückenlarven zu beachten? Letzteres war ein Sonderwunsch der Sulinger Stipper. "Ich richte mich immer ganz nach dem Wissensstand meiner Kursteilnehmer." erklärte mir Michael in der Pause. "Ihr seid ja schon echte Profis, habt bei Deutschen Angelertreffs teilgenommen und seit eigentlich ja schon echte Konkurrenten für mich. Da muss ich aufpassen, was ich erzähle. Euch mache ich nichts vor!" ergänzt er mit einem Augenzwinkern.

Nach der Theorie gibt es immer einen praktischen Teil. Dabei geht es dann ans Gewässer. Die Kursteilnehmer können sich aussuchen, ob sie lieber selbst angeln oder dem Meister über die Schulter schauen möchten. Meistens, wird geschaut, so auch bei diesem Lehrgang.

Zuerst wird das vorher angerührte Futter einsatzbereit gemacht. Was sind bei den vorgefundenen Angelbedingungen die besten Futterstrategien, in welchen Intervallen kann/soll man Füttern? Welche Pose ist jetzt zu wählen, warum diese Bebleiung und diese Gummi-Stärke? Ach ja, wie kommt es eigentlich in die Rute und was sind die besten Knoten dafür?
Michael Schlögl geht auf alles ganz genau ein und der Fisch lässt dann auch nicht lange auf sich warten. Richtig toll ist, dass der Unterricht ein "Open End" hat. "Erst wenn alles beantwortet ist, wird zusammen gepackt!" sagt Michael.
Unser lehrreicher Angeltag endete mit einem gemeinsamen Essen und natürlich mit Angelgeklöne - es wurde sehr spät! Das stellte Michael auch noch mal klar. "Auch ich habe von euch heute richtig viel gelernt! Eure Fütterungsvariante und die Köderpräsentation war mir auch neu und ich werde sie sicher auch mal anwenden." Ihr seht, auch ein Michael Schlögl lernt immer dazu!
Ich kann jedem nur empfehlen, einen solchen Lehrgang bei Michael Schlögl zu machen. Denn wann hat man schon mal die Möglichkeit so dicht an der Angelweltspitze dabei zu sein. Für mich haben sich wieder neue Wissenlücken geschlossen, wo ich dachte, dass ich sie gar nicht hätte. ;-)

Die Angelschule ist auch für Angelanfänger hoch interessant! Michael Schlögl konzentriert sich dann ganz auf die Grundlagen des erfolgreichen Friedfischangelns. Das lernt man beim Angelschein-Lehrgang ja bekanntlich nicht. Mehr über die Angelshule Michael Schlögl erfahrt ihr auf Michaels Internetseite. Die Termine 2006 der Angeslschule an den unterschiedlichsten Gewässern in Deutschland stehen übrigens schon fest! Schaut in den fangplatz-Kalender unter Lehrgänge oder auf Michaels Homepage.

Nebenbei bemerkt: Michael hat in 2005 eine neue Plattform entwickelt. Sie zeichnet sich durch eine völlig einfache Montage des Transportrades, Teleskopstützen und verbesserten Befestigungsschrauben aus. Die Plattform bewältigte den "Elefantentest" auch ohne Probleme (Bild unten rechts). ;-)