Kunstköder im Praxistest Die Sinking Range Minow II

Die Firma Grebenstein hat für 2010 sein Kunstködersortiment gewaltig aufgestockt. Neben dem Standard-Blechen findet man nun auch feinste japanische Wobbler-Ware im Sortiment.
Randolf Grebenstein gewährte uns einen ersten Einblick und natürlich nahmen wir uns ein wenig Material zum Testen mit...

Ali und mir vielen sofort die Sinking Range Minow II Wobbler ins Auge. Sie sind 7 cm lang, ca. 9 Gr. schwer und haben eine extrem aufreizende Optik, die sie schnell von anderen Produkten abheben. Der erste Griff in die Verpackung zeigte auch, das die Haken japanischer Herkunft extrem scharf waren. In die Finger gingen sie auf jeden Fall wie in Butter.

Wir wollten die Sinking Range Minow II gleich nach Ende der Raubfisch-Schonzeit an einem Baggersee testen. Wir hatten uns nicht das beste Wetter ausgesucht, aber um Lauf und Führung zu bewerten, sollte es schon reichen und evtl. verbeißt sich ja auch ein kleiner Barsch an den Schmückstücken.

Drei Farben am Wasser

Der Sinking Range Minow II ist in sechs Farbvariationen zu erhalten. Wir hatten uns auf drei vielseitig verwendbare Varianten konzentriert (A: M11, C: R16, E: HH 99).

Das Gute daran ist das Gute darin

Die Sinking Range MinowsII tragen ein kleines Geheimnis in sich. Dabei handelt es sich um eine kleine Achse im Schwanzteil, auf der sich ein Minigewicht auf und ab bewegt. So gestaltet sich der Wurf mit diesen Wobblern extrem gut. Denn das Schwanz-Gewicht sorgt dafür, dass der Wobbler eine extrem ruhige Flugbahn beibehält und Verwicklungen der Drillinge mit der Schnur vergessen machen. Die kommen eigentlich gar nicht mehr vor.
Im Wasser kann man zudem mit zupfenden Bewegungen das Schwanzgewicht zum leichten Klappern bewegen. Räuber mögen das ja...

Die ersten Gehversuche...

Am See angekommen, setzen wir bei trüben Wasser zunächst die orange Variante ein. Wir befestigten sie an einem Karabiner, der an 50 cm langen Fluocarbon der Stärke 0,32mm befestigt war. Das wiederum war mit einem Blutknoten mit einer 0,12 mm starken geflochtenen Schnur verbunden. So konnten wir jeden Zupfer sehr gut spüren und weder ein Wirbelgewicht oder ein Stahlvorfach beeinflussten den Lauf der Kunstköder.

Die Angeltechnik

Zunächst ließen wir ihn zum Testen durch das Flachwasser gleiten. Dabei war sofort erkennbar, dass die Sinking Range Minows II extrem gut ausbalanciert sind und sauber laufen.

Kleinere Zupfer mit der Rutenspitze beantworteten die kleinen Fisch-Imitate sofort mit einem Aufflackern der seitlichen Flanken. Genau so stellt man sich einen sauber laufenden Kunstköder vor. Wir konnten unsere runde um den See also starten. 

Weite Würfe mit hoher Präzision

Schon die ersten Würfe zeigten, dass die Sinking Range Minow II weiter fliegen, als man es zunächst vermuten konnte. Mit ihnen macht es richtig Spaß mal ordentlich Gummi zu geben. In Wurfbereichen, bei denen andere Kunstköder beginnen, die Hauptschnur mit den Drillingen einzufangen, fliegen diese Jungs schön manierlich Richtung Wasser. KLASSE!

Das einzige Manko, was ich heute feststellen musste war die Biss-Ausbeute auf den grell-roten Gesellen. Das mochten die Räuber heute nicht.

Ali hatte hingegen auf Natur gesetzt und die Farbe „M 11“ angeknöpft und prompt rappelte es bei ihm mehrfach in der Rute. Genauer gesagt waren es drei kleinere Hechte, die voll dem Sinking Range Minow II auf dem Leim gegangen sind. Nichts anderes wollten wir heute sehen!

Die Sinking RangeMinow sehen nicht nur gut aus, sie fangen also auch!

Fazit:

Diese Kunstköder sind eine Bereicherung in unserer Ködersammlung. Sie laufen hervorragend, verhalten sich auch bei Gewaltwürfen extrem stabil in der Luft und sind sehr variabel in der Führung im Wasser.

Kleine Punktabzüge gibt es für die leicht beschädigte Folie des roten Exemplars am Ende unserer Aktivitäten (kommt aber bei allen Japan-Wobblern vor und liegt an den extrem scharfen Drillingen). Die Folie des Naturmodells von Ali hat die „Hechtattacken“ hingegen problemlos überstanden.

Fangplatz.de zeigt den Daumen hoch für die Sinking Range Minows II aus der japanischen Schmiede Bassday Lures, made in Japan.

Irgend etwas geht immer am Forellensee. Probiert einfach mehrere Techniken aus und nehmt  Glas, in welcher Variation auch immer, mit ans Wasser. Die Fisch liebende Verwandt-  und Bekanntschaft wird es euch danken.