Browning Agressor eden Evolution 700 im Test

Die Firma Browning hat ja bekanntlich super Ruten. Frerk Petersen gab uns ein Exemplar in die Testmühlen von fangplatz.de. Wir nahmen die Bolognese-Rute gleich mit zu einer Brassen-Session an die Saar. Dort konnte sie zeigen, was sie drauf hat....

Der Markenname lässt viel versprechen. Also liegt die Messlatte für die Aggressor Eden Evolution 700 von Browning schon mal sehr hoch. Der erste optische Eindruck: Ein schwarzer Blank mit silbrig-blau schimmerndem Handteil lässt die Rute schon mal sehr edel wirken. Als Schmuckstück obendrauf sind alle 10 SIC-Ringe in einem goldenen Ton gehalten. Außerdem wurden die Ringbindungen mit Epoxy-Harz versiegelt. Kurz: Die Rute sieht richtig edel aus und ist dabei sehr gut verarbeitet!
Das Handteil hat einen Umfang von 8,9 cm und ist damit einen Tucken dicker als das bisher dünnste Testmodell auf 7 Metern. Aber das fällt überhaupt nicht störend ins Gewicht. Man möchte ja am Ende auch etwas in der Hand haben. Bei Matchruten beschwert man sich, wenn kein Kork-Griff vorhanden ist.
Apropos Gewicht: Ausgezogen liegt die aus dem neuesten High-Modules-Cabon-Fasern gefertigte Tele-Rute sehr leicht in der Hand. Wenn unten dann noch eine Rolle befestigt ist, kann man sie endlos in der Hand halten ohne am nächsten Tag Muskelkater zu haben. Die Gramms befinden sich also alle am richtigen Platz, so dass die Balance einfach stimmt.
Wer die Rute sieht, kann an den Preis zunächst nicht glauben. Mit einer Verkaufsempfehlung von 214 EUR ist dieses Modell für das was man bekommt, sehr preiswert.

Doch welche Figur macht die Browning-Rute jetzt im Einsatz? Harald Seifert angelte eine typische Bolo-Montage in 8 Gramm von Wolf-Rüdiger Kremkus (s. fangplatz-Bericht). Diese Gewichte sind für die Rute beim Auswurf überhaupt keine Herausforderung (angegeben sind bis 15 g). Die Rute zeigt dabei eine ausgeprägte Spitzenaktion. Durch die sensible Spitze wird auch ein zu hart gesetzter Anschlag schön abgefedert und führt nicht automatisch zum Bruch des Vorfachs. Auch im Drill größerer Brassen zeigt die Agressor keine Schwächen. Schnell und dynamisch reagiert sie auf jeden Fluchtversuch der Flossenträger und trotzdem kann man genug Druck ausüben, wenn z.B. bei Matchfischen in Sektoren der Fisch nicht im angrenzenden Sektor gedrillt werden darf.
Einen kleinen Abstrich erhält die Aggressor Eden Evolution 700 für ihren Rollenhalter. Er öffnete sich bei unseren Tests mehrfach von selbst. Aber nach einer kleinen Zangenreparatur war auch dieses Problem behoben. Es kann sich hierbei durchaus um ein individuelles Problem gehandelt haben.

Die Aggressor von Browning kommt wie schon andere Bolo-Ruten ebenfalls mit ungenügender Ringschutzkappe daher. Da es aber durchaus sehr schöne Schutzkappen - auch von Browning - zu erwerben gibt, wäre es wünschenswert, diese bei einer Rute zu einem solchen Preis gleich mit zu liefern. 214 EUR sind ja immerhin über 400 alte DM! Frerk Petersen versicherte uns, dass ab den Modellen 2006 solche Ringschutzkappen mit angedacht sind, so dass dieses Problem auch bald der Vergangenheit angehören dürfte.

Zusammen genommen bietet die Rute das, was drauf steht: Konsequente Browning-Qualität!

Technische Daten:
Länge: 6,80 m, Teile: 7, Wurfgewicht bis 15 g, Transp.-Länge: 1,45 m, Gewicht: 295 g.