Eine neue Matchpose - Cralusso Rocket

Bis vor 3 Jahren waren sich viele Friedfischangler einig. Etwas Neues wird man im Posensektor so schnell nicht mehr sehen. Falsch kalkuliert, denn dann setzte Cralusso mit der Cralusso Torpedo seinen Siegeszug an. In diesem Sog folgten weitere Modelle für das Fließwasserangeln und das Bolofischen. Jetzt kommt evtl. eine neue Revolution bei den Matchposen auf uns zu. Die Cralusso Rocket. Was es mit diesem Modell auf sich hat und was an ihr so revolutionär ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.


Die allerersten Modelle der Posen bekam ich schon vor 2 Jahren zugesteckt. Sie sahen für mich etwas ulkig aus. Man erkannte zwar, dass es sich um Matchposen handelte, aber vieles wurde abgeändert.

Ein Posenkörper wie ein Golfball:
Schon der erste "Körperkontakt" mit der Pose ließ einen huckeligen Posenkörper spüren. Wie ein Golfball fühlt er sich an. Das Material der Pose ist dabei aber steinhart. Da verformt sich so schnell nichts.
Die Golfball-Optik ist dabei alles andere als nur Kosmetik. Cralusso hat sich hier die jahrelange Erfahrung der Golfspieler zu eigen gemacht. Sie wissen nämlich schon lange, das die Oberfläche mit den kleinen Vertiefungen zu einem wesentlich stabileren und weiteren Flug des Objektes führen. Ein enorm wichtiges Detail für sie, um die kleinen Löcher mit den noch kleineren Bällen exakt über nicht selten mehr als hundert Meter zu treffen.

Ein Bügel zum Wegwerfen:
Wer jetzt die Standard-Öse zum befestigen der Schnur am unteren Posenende sucht, wird enttäuscht werden. Denn die gibt es bei der Cralusso Rocket nicht mehr. Sie wird durch einen Bügel ersetzt, an dem ein Wirbelkarabiner angebracht werden kann.


Der Grund liegt wieder in den Flugeigenschaften. Wird die Pose über den Bügel an der Hauptschnur befestigt liegt die Schnur während der Flugbahn optimaler zu der Pose. Hierdurch verändert sich die Flugbahn der Montage und weitere Würfe sind möglich. Wer in Physik aufgepasst hat, weiß (oder hat es nebenbei gehört), dass die Form der Wurfparabel mit entscheidend für die Flugweite ist. Genau diese wird durch den Bügel wesentlich positiver beeinflusst. Hier rührt wohl auch der Ursprung des Posennamens her "Rocket". Denn genau diese Raketen und deren balistischen Bahnen waren wohl der Ursprung des Bügel-Gedanken.


Eine Antenne für die Feinjustierung:

Wer von den ganz feinen Waggleranglern kennt nicht das Problem. Je nach Wind, Strömung oder Wasserspannung verändert sich immer ein wenig die Posen-Tragkraft. Oft muss man sogar während des Fischens immer wieder mit Minischroten nachjustieren. Das belastet nicht nur die Nerven, sondern auch die Schnur.
Die Cralusso-Pose kann man mit Hilfe der Antenne fein nachjustieren. Zieht man sie etwas aus dem Posenkörper raus, steht sie tiefer im Wasser. Eine Gewichtsskala zeigt an, in welchem Tragkraft-Bereich sich die Antenenlängenänderung abspielt (s. Abbildung links. Klickt drauf für eine Vergrößerung). Eine hübsche und interessante Idee.

Mit bleiernem Herz:
Bei der Cralusso Rocket sucht man auch die bei anderen Matchposen üblichen Bleischeiben am unteren Ende vergebens. Stattdessen sind im inneren der Pose kleine Bleistifte die man hinzugeben oder entfernen kann. Einfach die Antenne heraus ziehen und das Blei hinzu geben oder entnehmen. Etwas Blei wird mit der Pose immer mitgeliefert, so dass sie in einem optimal ausgebleitem Zustand ausgeliefert wird. Hier habe ich die einzige klitzekleine Träne im Auge, weil ich mir genau hier 1-2 Gramm mehr Variabilität gewünscht hätte.

Viele Antennen für viele Situationen:
Neben der Standard-Antenne liefert Cralusso mit der Pose immer 2 weitere Antennen mit. Und wer noch mehr haben möchte, der kann sich gleich ein Antennensortiment mit besorgen. Alle Teile sind hundert prozentig aufeinander abgestimmt und passen natürlich auch auf viele anderen Cralusso-Modelle. Auch hier sieht man wieder, dass bei den Ungarn weit vor gedacht wurde um dem Kunden am Ende ein möglichst flexibles Angelsortiment an die Hand zu geben. Klasse!

Fazit:
Mit der "Rocket" hat Cralusso wieder ein innovatives Posenmodell auf dem Markt platziert. Bei vielen Neuheiten fragt man sich, weshalb andere Firmen noch nie darauf gekommen sind. Aber wenn man sich diese Frage stellt, dann zeigt es schon, dass die Idee einfach gut war -- eben simpel und effektiv.

Ich konnte die Pose noch nicht ausreichend testen. Es sieht aber so aus, dass sie vor allem bei Festmontagen ihre Stärken ausspielen kann. Die unterschiedlichsten Antennen machen es einem während des Angelns leicht auf sich ändernde Lichtverhältnisse schnell zu reagieren. Verändert sich dadurch die Tragkraft, dann kann man sie sehr flott durch das verschieben der Antenne nachjustieren.
Ebenfalls vorbildlich ist die hohe Festigkeit des Posenmaterials. Diese Modelle werden sich so schnell nicht auflösen, geschweige denn mit Wasser voll saugen. Ein kleines Minus gibts für die geringe Bleivariation im Poseninnern. Viel brauchen sie aber eh nicht.
Zusammen genommen erhält man mit der Rocket eine Pose der neuen Generation, die flexibel einsetzbar ist und sicher lange hält. Allerdings muss man sich beim Werfen ein wenig auf sie einstellen. Wenn aber am Ende ein paar Meter mehr raus springen, nimmt das jeder Matchangler gerne mit in Kauf.

fangplatz-Service:
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