Mondial-Tubertini-Cup 2005 in Cheb

Die Firma Fishing Tackle Max möchte es in diesen Wochen aber wissen! Nachdem schon der Tubertini Golden-Cup mit wahnsinnig wertvollen Preisen in Cheb statt fand, legten sie mit dem Mondial-Tubertini Cup gleich noch ein Top-Event nach.
Natürlich wollte fangplatz.de wieder wissen, was bei dem Angeln los war und hat sich alles berichten lassen.

Mit Ergebnislisten!

Auch dieses Teilnehmerfeld war wieder von erlesenster Qualität. Selbst Thomas Pruchnowski, frisch gebackener 5-ter von der EM waren mit unter den über 188 Teilnehmern. Aber auch zahlreiche ehemalige und aktive Kadermitglieder aus vielen Nationen waren dabei. Also wer sich hier durchsetzte, gehört sicher zu den sehr guten Friedfischanglern.
Viele reisten schon am Mittwoch vor dem Angeln an, um die Bedingungen kennen zu lernen. Das Hotel sowie bewachte Parkplätze waren wieder vorbildlich von dem Organisations-Team um Jörg Iversen vorbereitet. Man konnte sich also voll auf das Angeln konzentrieren. Und das taten die Jungs dann auch.
Das zu befischende Gewässer, der Stausee Skalka, zeigte sich diese Woche wieder von seiner ganz typischen Seite. Im Vergleich zur letzten Veranstaltung vor 14 Tagen war das Wasser etwas zurück gegangen aber immernoch algengrün. Die Fische hatten wohl wieder vergessen, dass es Futter geben könnte. Daher waren die "Trainingseinheiten" oft Gedultsprüfungen. Es kamen wieder die bewährten Montagen, wie ich sie euch schon im fangplatz-Bericht über den Tubertini-Golden-Cup 2005 vorgestellt hatte, zum Einsatz.
In Sektor F (vor 14 Tagen noch Sektor E, an der großen Wiese) saß Michael Schlögl z.B bei seiner Trainings-Session 4 Stunden lang ohne einen Biss. Erst nach 4,5 Stunden liefen die Brassen auf dem Futterplatz ein. Für eine 5-stündige Veranstaltung ist das dann doch etwas knapp. ;-)

Aber so kann es oft im F-Sektor sein. Micheal kennt ihn schon zu genüge: "Ich ziehe sehr oft diesen verflixten Bereich im 2. Durchgang! Durch die Tiefenunterschiede (1,20 bis 4 Meter auf 13 Metern) ist dieser Sektor oft ziehmlich ungleich. Am ersten Tag fangen die kleinen Platznummern und am 2. Tag die hohen."
Am 1. Tag lief es für ihn hingegen prächtig. Er zog einen guten Endplatz im Sektor B, der am Casino lag. Dieser Sektor ist aus meiner Sicht der gerechteste. Wer hier mit der Matchrute am besten umgehen kann, liegt auch vorne. Die Fischschwärme sind zwar kleiner und sehr vorsichtig, aber eben überall vorhanden. Auch Fänge und damit sehr gute Platzierungen sind aus der Mitte absolut möglich und normal. Wer sauber füttert, den Fisch findet und seine Montage ganz sauber ausgebleit hat, hat die Chance die sehr feinen Bisse auch zu erkennen. Vor allem Markus Malicki und Ivo Vince bekamen zu spühren, dass zwei Experten auf einem guten Endplatz saßen. "Die beiden lagen bis 1 Stunde vor Ende sicherlich vorne." lies Michael den ersten Durchgang revue passieren. "Dann hat sich aber unser extrem guter Platz gepaart mit der Erfahrung von Michael Diehl und mir etwas mehr ausgezahl!" erklärte mir Michael, wobei er sich ein kleines verschmitztes Lächeln nicht verkneifen konnte. Das Mosella-Tandem mit Michael Schlögl und Michael Diehl gewannen den Sektor. Markus Malicki und Ivo Vince wurden an diesem Tag noch dritte.

Der zweite Tag war wieder ein typische Cheb-Tag!
Was bedeutet das? Fische, Fische und nochmals Fische. Durch die Fütterungen des Vortages lauerten die Flossenträger nur auf Nachschub.

Den Vogel schossen die Angler im Sektor D ab, der auf der Uferseite gegenüber der Bundesstraßenseite lag (bei Prizza). Wer dachte, dass er in diesem Sektor mit über 30 kg ein super Ergebnis erzielt hatte, war nach dem Wiegen ernüchtert, denn es reichte sicher nur für einen Platz um die 10. Die besten fingen über 73 kg! Wie war das an diesem Tag nur möglich?! Mit langer Schnur und stabiler Whip (6-8 Meter) sowie Würmern und Caster. Kleingeschnittene Würmer liessen die Brassen und Karpfen auf den Futterplatz fliegen. Man erzählte mir, dass die Jungs sich immer mehr Nachschub von ihren Helfern bringen ließen. Mit langer Schnur an der Kopfrute zogen sie einen Brassen nach dem anderen an Land. Das war Schwerstarbeit!
Die etwas ungewöhnliche Angeldauer von 5 Stunden zeigt sich am Ende als sehr gerecht. Denn wer von Anfang an die richtige Taktik wählte hat am Ende einfach die Nase vorne. Die Platzvorteile durch eventuelle Standfischen werden damit ausgeglichen. "Oft ist es auch so, dass die Brassen erst nach 3-4 Stunden an den Platz kommen. Da brauchst du Geduld, kannst dann aber das Feld von hinten aufrollen." beschrieb mir Michael seine Erlebnisse vom zweiten Tag. Denn genau so hat er sich mit einer unbeliebten kleinen Platznummer im noch weniger geliebten schlechten F-Sektor immerhin noch Platz 4 gesichert. Andere Friedfischexperten gingen hier mit dem niedrigen Endplatz und Null-Fang mit der Kopfrute ganz gewaltig baden. Zamataro und Co. setzten mit ihrer Stipprute alles auf eine Karte und verloren auf F1. Ach das kann in Cheb passieren!
Das Fischen gewannen überragend Leyk/Seelinger, absolute Matchruten-Experten, mit der Idealplatzziffer 2 vor Kuckera/Fackler (Platzziffer 4) und Pruchnowski/Saddler (Platzziffer 4). Wie eng es auf den ersten Plätzen zuging zeigt z.B. die Platzierung von Schlögl/Diehl (Platz 7 m. Platzziffer 5). Wer sich die Gewichte in den Sektoren ansieht, erkennt schnell, wie ein Fisch über eine bessere Platzierung entscheiden konnte.
Wer übrigens die Platzierungen von diesem Angeln mit denen des Tubertini Golden Cups von vor 14 Tagen vergleicht, wird in den oberen Plätzen einige "Alte Bekannte" wieder sehen. Also die Plätze sind es nicht nur.... ;-)

Euer schummi

Zu den Ergebnislisten (pdf-Datei)