Gedanken zur Stippermesse in Bremen: Die Zehn ist voll! - FREI

Wie für viele Stippbegeisterten war auch für mich das erste März-Wochenende fest gebucht – Stippermesse in Bremen!
Zum zehnten Mal machte ich mich aus Bielefeld 2 Stunden auf den Weg nach Bremen. Genug Zeit noch mal die Geschichte dieses kleinen „Spezial-Events“ Revue passieren zu lassen.

Über den Werdegang der Messe ist hier und in anderen Medien unzählige Male berichtet worden. Begeisterte Angler organisierten ein Event in kleinen Räumen, die Branche half mit. Jetzt findet die Messe in einer der größten Messehallen in Bremen statt UND hat sich weiterhin etabliert. Was macht der Mythos dieser Messe aus? Weshalb kommen jetzt schon seit Jahren alle bekannten und unbekannten Angler immer wieder aufs Neue nach Bremen? Das war für mich die Frage des Wochenendes!

Zum Einen natürlich wegen der Sagen umwobenen Bratwurst. Sie wurde vor Jahren an einem Wochenende mal nicht serviert und der Aufschrei war groß! Jetzt ist es wohl der einzige Bratwurststand, der vor den Toren der Bremer Messehallen seine Ware verkaufen kann, obwohl die Messe-Gastronomie hier eigentlich ein Monopol hat.

Genau das ist für mich das Sinnbild eines der markantesten Charakterzüge dieser Messe: Die Dickköpfigkeit! Denn sind wir mal ehrlich. Alle Stipper, seien sie in ihrem Verein, ihrem Team, in einer Firma oder im Internet aktiv, sind auf ihre Weise mehr oder weniger dickköpfig. Meist wird dieser Eigenschaft etwas Negatives angehaftet. Doch betrachten wir uns den Erfolg der Stippermesse, so kann man gut sehen, dass, wenn die Energie aller „vereinten Dickköpfe“ richtig kanalisiert wird, eine verdammt gute und erfolgreiche Sache entstehen lassen kann, an der wirklich jeder seinen Gefallen findet.

Doch was macht die Messe noch aus? Viele warten beim Lesen dieser Zeilen jetzt sicher auf die Messeangebote. Nein, sie kommen für mich noch lange nicht. Es sind viel mehr die sagenhaft vielen Kontakte, die über ganz Deutschland unter Gleichgesinnten in den letzten Jahrzehnt geschlossen wurden. Wir alle fahren am ersten Wochenende im März auch nach Bremen, weil wir uns wieder treffen und uns gemeinsam Geschichten, Angeltermine und Angeltechniken austauschen möchten. Es haben sich so einige „Szene-Treffpunkte“ im Umkreis von Bremen entwickelt. Ein echtes Schwergewicht bildet hier Achim, wo eine ganze Gastwirtschaft voll gestopft ist mit den besten Stippanglern, die Deutschland zu bieten hat.

Ist das denn dann schon alles mit den Vorzügen von Bremen? Nein! Denn bisher wurde ja nur das Drumherum angesprochen. Jetzt kommen wir zur Messe selbst. Hier ist es ganz sicher die extrem hohe Dichte an qualitativ hochwertigen Angeboten, gepaart mit einer exklusiven Beratung, die man in Deutschland nur am ersten März in Bremen erfährt. Dieser Mix wird zudem mit internationalen Top-Anglern, wie in 2011 mit Bob Nudd oder Didier Delannoy versüßt.

Die Weichen für die Zukunft der Messe sind ebenfalls schon gestellt. Neben dem Stippen gesellen sich immer mehr die Experten des klassischen Coarse Fishings mit hinzu. Sie ergänzen die Stipp-Experten vortrefflich und bringen damit wieder eine etwas andere Würze in den Stippermesse-Mix.

Ja und dann gibt es am Ende natürlich noch die besagte Messe-Schnäppchen. Da hat jeder Stand immer eine Kleinigkeit zu bieten. Sei es ein Futter-, Aroma-, Ruten- oder Rollen-Spezial.Irgend etwas ist halt immer...

Ihr merkt schon. DAS Argument gibt es für die Stippermesse nicht. Es ist der gute Mix aus allem. Allerdings gibt es eine ganz klare Antwort auf die Frage wem wir das alles zu verdanken haben!

Das sind nämlich Susanne Hübner und Heinz Hölblinger, die jetzt schon sein 10 Jahren akribisch an der Messe arbeiten und dabei auch gewaltig ihre Dickköpfe einsetzen. Aber wie schrieb ich oben schon... Den haben wir Angler irgendwo alle. Gut, dass Susanne und Heinz die vielen Energien der stippenden Angler seit 10 Jahren so vortrefflich kanalisieren. Sie haben für das deutsche Stippen mehr geleistet als manch ein Landesverband oder Bundesverband. Dafür gebührt ihnen von uns allen, den Anglern, den Kleinhändlern und der Angelbranche ein ganz dickes Dankeschön!

Euer
schummi