Inoffizielle Forellen-WM 2008: Die erste Auswahl.

An einem Vormittag im letzten Frühjahr klingelte bei mir das Telefon. Am anderen Ende war Andy Weyel von der Firma Shimano. »Schummi, wir machen eine Forellen-Aktion und Du kannst uns dabei helfen!« waren seine kurzen Worte. Forellenaktion, helfen? Worum handelte es sich?
Andy weiter: »Wir möchten eine Mannschaft für die erste inoffizielle WM im Forellenangeln aufbauen, die dort möglichst erfolgreich sein soll.«
Ach so! Wenn’s mehr nicht ist! Eine Mannschaft für einen internationalen Forellen-Angelvergleich und das auch noch im Forellen-Angelland Nr. 1: Italien.

Andy stellte fangplatz.de da vor eine zunächst schier unlösbare Aufgabe, denn das deutsche Forellenangeln ist gegen Italien tiefstes Enwicklungsland. Das wäre in etwa so, als ob man einem Fußballtrainer den Auftrag geben würde, die Fußball-Nationalmannschaft von Saudi-Arabien ins WM-Endspiel zu führen. »Schummi, das machst Du schon! Mehr Details kommen in der nächsten Woche.«
Genauso begann unser Abenteuer Forellen-WM 2008…

In der nächsten Woche sammelten wir alle uns bekannten Informationen zu dem Thema zusammen. Außerdem überlegten wir uns, wie wir die Geschichte am besten angehen würden. Der einfachste Weg wäre natürlich gewesen, wenn wir uns selbst nominiert hätten und drauf los zauberten. Aber das wollten wir ja genau nicht. Es sollte eine Erlebnis-Reise für den ganz normalen Angler werden, der die große Chance hat, so eine einmalige Geschichte im Angeln mitzumachen, was ihm nur Shimano und fangplatz.de ermöglichen konnten.

Hierzu mussten jetzt die richtigen Angler gefunden werden. Mit einem neu ins Boot gekommenen Partner, der Angelanlage Barweiler Mühle in der Eifel, richteten wir ein Auswahlangeln aus. Jeder interessierte Angler konnte sich hierzu anmelden.
Wir stellten von Beginn an klar, dass weder das Fanggewicht noch die Anzahl der gefangenen Fische bei unserer Auswahl eine Rolle spielen würde.
Vielmehr war für uns wichtig, wie die Angler ihr Angelgerät beherrschten, was sie für die Forellenangelei als unersetzliche Utensilien betrachten und wie sie mit den Ködern und nicht zuletzt mit den gefangenen Fischen umgingen.

Am frühen Morgen ging es dann ans Werk. 66 heiße Petrijünger waren zur Barweiler Mühle gereist. Sie kamen aus Oldenburg, vom Bodensee oder aus dem Sauerland. Einer legte sogar die Anfahrt in einem 8-stündigen Mofa-Marathon hinter sich. Das alleine war schon eine respektable Leistung, vor der wir unseren Hut zogen.

Während des ersten Angeldurchganges wurde dann allen das klar vor Augen geführt, was ich in Videos, italienischen Zeitungsausschnitten und Erklärungen im Vorfeld schon thematisierte. Forellenangeln in Deutschland ist etwas ganz ganz anderes als in den benachbarten Ländern. In Italien kommt man mit Multifunktionsrutenständer inklusive 8 – 10 feinsten Ruten, Utensilienkorb und Trainingsanzug zum Gewässer. In Deutschland mit der obligatorischen viel zu dicken Teleskoprute, Wasserkugel, Klappstuhl und Parka.
In Italien wird innerhalb weniger Minuten mehrfach ausgeworfen und der Fisch flott in den unterschiedlichsten Tiefen mit feinstem Gerät gesucht und dann gefangen. In Deutschland knallt die Wasserkugel oder die viel zu große Pose auf die Wasseroberfläche auf und verweilt dort z.T. für Stunden. Größer konnten die Unterschiede nicht mehr ausfallen. Ein wenig Ratlosigkeit machte sich breit, mussten wir doch einen Spagat hin bekommen, der nicht einfach war.

In mehreren Durchgängen beobachteten wir das Treiben am Wasser. Jeder Angler wurde von einer Jury nach Wissen und Angeltechniken befragt. Am Ende blieben zunächst 20 Teilnehmer aus dem Starterfeld übrig.
Diese wurden dann im nächsten Durchgang genau unter die Lupe genommen. Von nun an wurde noch akribischer auf Platzorganisation, Köderpräsentation und Köderbehandlung geachtet. Auch das Thema »Schnelligkeit« und »Variabilität« wurde langsam immer mehr in den Vordergrund geschoben. Wir machten es uns am Ende wirklich nicht leicht und so blieben 10 Strategen übrig, von denen wir den Eindruck hatten, dass sie bereit waren, sich in den nächsten Monaten voll für die Sache einzusetzen und dabei hoffentlich offen für ganz neue, andere Angeltechniken auf die Regenbogenforellen waren. Denn in den folgenden Wochen lagen harte Bewährungen und viele zeitliche Opfer vor uns, in denen wir das große Ziel »inoffizielle Forellen-WM 2008« für uns alle zu einem Erfolgserlebnis werden lassen konnten.
Allerdings stand uns allen auch noch eine andere Bewährung bevor: Von diesen 10 ausgewählten Anglern konnten am Ende nur 5 nach Italien mit reisen. Diese Tatsache lastete die nächsten Wochen wie ein Damoklesschwert über uns…

In mehreren Durchgängen beobachten wir das Treiben am Wasser. Jeder Angler wurde von einer Jury nach Wissen und Angeltechniken befragt. Am Ende blieben zunächst 20 Teilnehmer aus dem Starterfeld über.

Diese wurden dann im nächsten Durchgang genau unter die Lupe genommen. Von nun an wurde noch akribischer auf Platzorganisation, Köderpräsentation und Köderbehandlung geachtet. Auch das Thema »Schnelligkeit« und »Variabilität« wurde langsam immer mehr in den Vordergrund geschoben. Wir machten es uns am Ende wirklich nicht leicht und so blieben 10 Strategen übrig, von denen wir den Eindruck hatten, dass sie bereit waren, sich in den nächsten Monaten voll für die Sache einzusetzen und dabei hoffentlich offen für ganz neue, andere Angeltechniken auf die Regenbogenforellen waren. Denn in den folgenden Wochen lagen harte Bewährungen und viele zeitliche Opfer vor uns, in denen wir das große Ziel »inoffizielle Forellen-WM 2008« für uns alle zu einem Erfolgserlebnis werden lassen konnten.
Allerdings stand uns allen auch noch eine andere Bewährung bevor: Von diesen 10 ausgewählten Anglern konnten am Ende nur 5 nach Italien mit reisen. Diese Tatsache lastete die nächsten Wochen wie ein Damoklesschwert über uns…

Fortsetzung folgt...

Mit der Auswahl war die leichteste Hürde genommen. Jetzt ging es an das Erlernen der vielen neuen Angeltechniken, die für die WM einfach unverzichtbar sind. Hierzu gab es mehrere Trainingslager. Das erste war in Deutschland...