Schlechtes Wetter = gutes Angelwetter???

So, jetzt einmal Hand aufs Herz! Wind von Osten und hoher Luftdruck. Was bedeutet das für den Fischfang? - Ja, Ostwind ist immer schlecht... Stimmt das? Ist das wirklich immer so? Damit haben wir wieder eine wissenswerte Frage aufgegriffen, die Euch zugleich helfen soll, unsere Wetterangaben zu den Gewässern besser zu interpretieren. Hält man sich an einige Grundregeln, so geht man wettertechnisch den ganz schlechten Fangtagen aus dem Weg.

Viel wichtiger als das aktuelle Wetter ist die Luftdruck-Angabe und deren Tendenz. Oder habt Ihr es unter Wasser schon mal regnen gesehen? ;-) Ein fangplatz-Mitglied und Hobby-Meteorologe hat einmal die wichtigsten Wetteränderungen für fangplatz zusammengefasst:

  • Wenn der Luftdruck binnen kurzer Zeit stark steigt, dann handelt es sich um ein Wetter-Strohfeuer. Die Aufheiterungen werden nur kurze Zeit anhalten.
  • Wenn jedoch der Luftdruck langsam und kontinuierlich über einen Tag bis zu mehreren Tagen ansteigt, dann baut sich eine kompakte Schönwetter-Lage auf. Also wird es Sonnenschein geben.
  • Beste Aussichten für schönes Wetter sind, wenn der Luftdruck steigt und zur selben Zeit der Wind von West auf Nord oder Osten dreht. Dabei ist es bei Nordwind eher kühl. Ostwind bringt im Sommer warme Temperaturen. Im Winter ist er verschriehen mit einhergehender Eiseskälte. Übrigens: Der Nordwind ist allgemein tödlich für die Angelei. Der Ostwind kann, entgegen allen Gerüchten, gute Fangaussichten bringen. Er muss nur schon für einige Tage aus dieser Richtung kommen.
  • Das Angelwetter!!!
    Hohe Luftfeuchtigkeit und Windstille
    . Wenn dann noch das Barometer steigt oder besser noch einen hohen Stand erreicht, dann sind die Fische in der Regel nicht zu halten. :-)
  • Wenn der Luftdruck über längere Zeit in den Keller rauscht, dann könnt Ihr die Gummistiefel rausholen. Es naht mit großer Wahrscheinlichkeit Regen. Und den Fischen vergeht die Fresslust.
  • Schnell fallender Luftdruck (binnen Stunden) ist eine Vorwarnung für Starkwind oder Sturm! Dann ist auch starker Regen zu erwarten. Passiert das alle im Sommer und es ist heiß bei einer stechenden Sonne, dann ist das die typische Gewitteranmeldung. Wenn es aber vorüber ist, sind die Fische richtig hungrig. Wer dann noch nicht am Gewässer zum Angeln ist, dem ist nicht zu helfen!
  • Unbeständiges Wetter zeichnet sich durch ständig schwankende Luftdruckwerte binnen kurzer Zeit aus. Wenn dann noch der Wind ständig dreht, sieht es fischtechnisch ganz übel aus. Bei wenig Wind sind die Fangaussichten fünfzig-fünfzig. Also lohnt sich ein Versuch. Es kann aber auch gar nichts beißen..